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Besuch der Frankfurter Buchmesse am 17. Oktober 2025

  • swalter2048
  • 16. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Am 17. Oktober 2025 besuchten wir, die 13. Klasse der FOS Schwabach gemeinsam mit den Lehrerinnen Frau Scheffer, Frau Marzell und der Vorklasse die Frankfurter Buchmesse. Nach einer rund dreieinhalbstündigen Busfahrt erreichten wir schließlich das Messegelände.

Ein farbenfrohes Highlight
Ein farbenfrohes Highlight


Die Frankfurter Buchmesse ist international bekannt und in zahlreiche Themenbereiche unterteilt. In mehreren Hallen präsentierten sich Aussteller aus der ganzen Welt, insbesondere aus Asien, die ihren Schwerpunkt auf Anime, Manga und moderne Popkultur legten. Aber auch klassische Literatur, wissenschaftliche Bücher, Ernährungsratgeber und zahlreiche Kinderbücher waren vertreten. Für uns war die Kinderbücherecke ein besonderes Highlight, da sie alte Kindheitserinnerungen geweckt hat und sehr einladend gestaltet war.


Begegnung mit einem Autor – Literatur hautnah


Im Bereich der Fiction- und Sachbuchverlage ergab sich für uns die besondere Möglichkeit, einen Autor persönlich kennenzulernen, dessen Lebensweg uns sehr beeindruckte. Es handelte sich um Karl Berger, einen in München geborenen Schriftsteller, der im Jahr 1970 in die USA auswanderte. Er erzählte uns davondass er sein gesamtes Berufsleben als Kinderarzt arbeitete, bevor er begann, literarische Werke über die Nachkriegszeit und die deutsche Verantwortung im 20. Jahrhundert zu verfassen. Auf der Buchmesse schenkte er uns seinen Roman „Die Wunde am nächsten zur Sonne“, welcher stark durch seine Kindheitserfahrungen nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt ist. Obwohl er heute fließendes Englisch als Deutsch spricht, nahm er sich ausgesprochen viel Zeit für persönliche Gespräche und signierte uns sogar sein zuvor geschenktes Buch. Diese Begegnung wirkte besonders nahbar und authentisch, da er ebenfalls aus Bayern kam.


Die Schattenseiten künstlicher Intelligenz


Auf der Messe gab es außerdem viele Lesungen, Interviews und Diskussionsrunden. Besonders spannend fanden wir den Vortrag von Professorin Katharina Anna Zweig von der RPTU Kaiserslautern, die sich viel mit dem Thema künstliche Intelligenz beschäftigt und dabei eher kritisch eingestellt ist. In ihrem etwa dreißigminütigen Vortrag erklärte sie, dass KI-Systeme keinen gesunden Menschenverstand besitzen, wodurch ihre Entscheidungen oft ohne Gefühl oder richtigen Zusammenhang getroffen werden – sie nannte das „entsetzte Entscheidungen“. Für uns war vor allem wichtig zu hören, dass man selbst Verantwortung dafür trägt, welche Informationen man einer KI anvertraut. Ein Beispiel, das uns wirklich nahe gegangen ist, war der Fall eines Jungen mit Suizidgedanken, der sich an einen KI-Chatbot wandte und dort keine Hilfe, sondern sogar noch eine falsche Bestärkung bekam. Das hat uns sehr schockiert und vor allem deutlich gezeigt, wie vorsichtig man mit KI umgehen sollte und dass man sich nicht blind auf solche Systeme verlassen darf.


Ein Perspektivenwechsel: „Blind durchs Leben“



Überblick über das Messegelände
Überblick über das Messegelände

Neben all den Büchern und Vorträgen gab es jedoch auch einige interaktive Angebote, die uns richtig beeindruckt haben. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns das Projekt „5 Minuten blind sein“. Dafür bekamen wir eine spezielle Brille aufgesetzt, mit der wir nur noch zehn Prozent unserer normalen Sehkraft hatten. Mit einem Blindenstock sollten wir dann einen Raum durchqueren, in dem verschiedene alltägliche Hindernisse aufgebaut waren, wie beispielsweise eine Treppe. Für Menschen mit Sehbehinderung ist das der ganz normale Alltag, allerdings fühlte es sich für uns wie ein richtiger Parcours an. Diese kurze Übung hat uns ziemlich eindrücklich gezeigt, wie schwierig das Leben ohne volle Sehkraft sein kann und wie wenig barrierefrei viele Bereiche in Deutschland eigentlich gestaltet sind.


Draußen auf dem Messegelände gab es außerdem eine ganze Reihe an Foodtrucks, die Spezialitäten aus vielen verschiedenen Ländern angeboten haben. Die Preise waren zwar ziemlich hoch, aber einige von uns wollten trotzdem etwas probieren. Am Ende hat sich das auch wirklich gelohnt, denn das Essen war überraschend gut und hat die kleine Pause zwischendurch perfekt abgerundet.

Zum Schluss können wir sagen, dass die Frankfurter Buchmesse für uns eine beeindruckende Mischung aus kulturellen, technischen und persönlichen Eindrücken war. Wir haben nicht nur neue Bücher und internationale Trends entdeckt, sondern auch spannende Einblicke in wichtige Themen wie künstliche Intelligenz oder Barrierefreiheit bekommen. Insgesamt war der Ausflug eine sehr bereichernde Ergänzung zum Unterricht und wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Ein besonderer Dank gilt unserem Klassenleiter Herr Sambale für die Organisation dieses abwechslungsreichen und lehrreichen Tages.


Michelle Przygodda und Laura-Celine Koller

 
 

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