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Schule ohne Rassismus - Wer seid ihr und was macht ihr überhaupt?


Sehr nett, dass Sie fragen. Die AG wurde ins Leben gerufen, um sich gegen Rassismus an der Schule, in der Schulfamilie und auch außerhalb unseres Schulumfeldes einzusetzen und um Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn Rassismus ist bei den Schüler*innen der Schulfamilie ein alltägliches Problem, auch wenn manch diskriminierende Aussage nur als Scherz gemeint oder als Scherz getarnt sind. Aber unsere AG sorgt sich nicht nur um gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, sondern setzt sich auch für viele Themen ein, welche ein demokratisches und humanistisches Miteinander in unserer Gesellschaft und Schulfamilie fördern.


Aus diesem Grund haben wir dieses Jahr einige Aktionen gestartet. So beteiligten wir uns an der Schwabacher „Langen Nacht der Demokratie“. Zusammen mit anderen Schwabacher Schulen gestalteten wir am Marktplatz ein offenes Fest demokratischen Miteinanders. Für unseren „Stand der Menschenrechte“ haben wir Kekse gebacken, welche in unterschiedlichen Farben dekoriert wurden, mit der Message „Auch wenn wir anders aussehen, im Inneren sind wir alle gleich“. Jedes Exemplar wurde mit einem Zettel mit einem für uns besonders wichtigen Menschenrecht versehen, welches zuvor in einfache, kindgerechte Sprache umgeformt worden war, um auch den Kleinsten die Werte der Vielfalt zu vermitteln. Die Kekse wurden gegen Spenden an unserem Stand verkauft. Der Erlös hatte ein besonderes Ziel: die Tafel der Stadt Schwabach. Eine weitere Chance unserer Arbeit ist es, uns außerschulisch weiterbilden zu können. So kam es, dass wir Frau Andrea Schmidt, die Geschäftsführerin des Familien- und Altenhilfevereins, welchem die Tafel untersteht, für einen Termin gewinnen konnten. Sie stellte uns ihre Arbeit sowohl durch einen Vortrag als auch direkt vor Ort vor, wo wir unsere Spende übergeben konnten.


Doch wir spenden nicht nur Geld, sondern auch Liebe, zum Beispiel am Valentinstag (geniale Überleitung, nicht wahr)! An dem Tag, der dafür bekannt ist, dass die Beliebten überhäuft und „die Unsichtbaren“ ignoriert werden, setzten wir uns dafür ein, dass niemand leer ausgeht. So konnte unter unserer Anleitung jede Schülerin und jeder Schüler für einen anderen eine liebevolle und persönliche Valentinstagskarte gestalten.


Courage bedeutet für uns jedoch nicht nur ehrenamtliches Engagement, sondern auch die Fähigkeit und Bereitschaft, couragiert im Alltag zu handeln, beispielsweise bei Übergriffen. So war es uns ein Herzenswunsch, einen Selbstverteidigungskurs bei unserer Martial-Arts-Maschine Frau Singer zu organisieren, welcher für alle Geschlechter zugänglich sein und eine bessere Voraussetzung für einen eventuellen körperlichen Angriff bieten soll.


Durch unseren Einsatz besitzen wir seit Juli 2022 das Label „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ und sind Teil eines menschenoffenen Netzwerkes, an dessen Treffen wir natürlich auch teilnehmen.

Das waren die wichtigsten Ereignisse des aktuellen Schuljahres bisher – und es ist erst Februar. Um uns den Titel der Courage-Schule dauerhaft zu verdienen, setzen wir uns weiterhin für die genannten Themen ein - nach Schwerpunkten, die wir Schüler*innen selbst demokratisch bestimmen. Denn wir wollen einen humanen, freundlichen und offenen Umgang zwischen Lernenden und Lehrkräften, den Schüler*innen untereinander und mit allen Menschen, denen wir begegnen.


AG Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage


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